Geschichte

Die Vergangenheit Santorins wurde von seinem natürlichen Umfeld bestimmt. So ist die Geschichte der Insel eng mit der des Vulkans verflochten.
Die ältesten Siedlungen in Santorin von dessen Bestehen man weiß, stammen aus dem Bronzezeitalter. Die ersten archäologischen Funde, wie Töpferware, sind nicht älter als Mitte des dritten Jahrtausends v. Chr., welches zu der zweiten Phase der frühen Kykladen Zivilisation (3200-2000 v. Chr.) gehört. Die Ausgrabungen, die auf dem Gelände von Akrotiri immer noch im Gange sind, haben die Gegenwart von Menschen und deren Aktivitäten auf der Insel zwischen 2000 und 1550 v. Chr. belegen können. Auch wurde festgestellt, dass bereits zu dieser Zeit die Gründung von städtischen Zentren auf der Insel stattgefunden hat. Nach dem Vulkanausbruch um 1500 v. Chr. war die Insel völlig ausgestorben. Die Siedlung von Aktotiri wird auch Pompeii von Griechenland betitelt. Sie wurde unter einer Schicht Lava und Asche fast völlig erhalten und liefert immer noch signifikante archäologische Beweise aus dieser Zeit. Akrotiri wird bei Weitem als die wichtigste vorgeschichtliche Siedlung im östlichen Mittelmeer erachtet. Laut dem großen griechischen Historiker Herodotus wurde die Insel anfangs Strongyle und später dann Calliste genannt. Ungefähr 300 Jahre nach dem Vulkanausbruch wurde die Insel von Phönizier Händlern kolonisiert, die für ungefähr 250 Jahre auf der Insel blieben bis die Kolonisten aus der Stadt Sparta im Jahr 900 v. Chr. die Kontrolle der Insel übernahmen. Die Spartaner gaben der Insel den Namen Thera, der sich bis heute gehalten hat und erlegten sich selbst einen strengen, isolierten und militärischen Lebensstil auf, der für die Metropole Sparta typisch war. In diesem Zeitabschnitt verfiel die Insel zur Bedeutungslosigkeit. Seine Einwohner vermieden es, die Insel zu verlassen und befriedigten ihre Bedürfnisse notdürftig mit Getreide aus dem verbrannten Land der Insel. Es scheint, als blieb Santorini bei allen Geschichte schreibenden Ereignissen wie dem Krieg der Peloponnes (431-404 v. Chr.) oder dem Aufstieg und Ausdehnung des Mazedonischen Königreiches während des fünften und vierten Jahrhunderts v. Chr. außen vor. Für 1.500 Jahre bleibt die Insel unbedeutend und isoliert bis schließlich im Jahr 1204 Konstantinopel von den Kreuzrittern des vierten Kreuzzuges erobert wurde und das Römische Reich gegründet wurde. Zur gleichen Zeit wurde Santorini als Freiherrenstaat an die Barozzi Familie abgetreten, die die Insel 100 Jahre lang verwaltete. Außerdem wurde die Insel zum Sitz eines katholischen Bischofs. Während dieser Zeit wurde die Insel in den auch heute noch aktuellen Namen Santorini umbenannt. Der Name stammte von der kleinen Kapelle, die St. Irene gewidmet war und die in der Nähe der Bucht stand, die der venezianische Flotte als Hafen diente. Bis 1579 blieben die Venezianer auf der Kykladen-Inselgruppe. Dann wurden die Inseln, 126 Jahre nach dem Fall von Konstantinopel, zu einem Teil des Osmanischen Reiches. Die osmanische Herrschaft rottete die Piraterie aus, so dass die mediterranen Inseln diese Plage nicht mehr zu fürchten hatten. Nachdem der Seeraub beendet war, blühte Santorini als Durchgangszentrum für den Handel in der ganzen Region auf. Seitdem ist die Geschichte der Insel Santorini der Geschichte Griechenlands sehr ähnlich.

