Bräuche und Traditionen

Die Einheimischen feiern Weihnachten nach althergebrachter Tradition. Zum typischen griechischen Weihnachtsfest gehören verschiedene Kuchen und Kekse wie Melomakrona (Kekse mit Honig) oder Kourabiedes (süßes Hefegebäck). Die Griechen singen Weihnachtslieder und schmücken einen Baum oder ein Boot. In einigen Dörfern ist es auch Brauch, Olivenzweige zu verzieren. Für Wohlstand wird ein Granatapfel auf der Türschwelle zerquetscht. Nach dem Brauch des „Ungesprochenen Wassers“ tragen die Gottesdienstbesucher Weihwasser in die Kirche und wieder zurück nach Hause, ohne dass jemand ein Wort sagen darf. Dieses Ritual soll Glück fürs neue Jahr bringen. In den Teig des traditionellen griechischen Neujahrskuchens „Vasolipita“ geben die Griechen eine Münze. Derjenige, der auf sie beißt, hat das ganze Jahr Glück. Im Dorf von Plomari und auch anderswo auf der Insel hängen die Bewohner einen Olivenzweig an die Haustür, um sich eine gute Ernte zu sichern.
Neben dem traditionellen Weihnachtsfest spielt Ostern eine große Rolle. Die Griechen feiern mit süßem Osterbrot, dem sogenannten „Tsoureki“, süßen Brötchen und hartgekochten, rotgefärbten Eiern. Freitags wird eine Totenbahre in der Kirche mit Blumen verziert, die die Gläubigen in einer anschließenden Prozession durch die Straßen tragen. In der Nacht zum Ostersonntag wird kurz vor Mitternacht eine Ostermesse abgehalten. Am neu entfachten Feuer in der Kirche können die Gottesdienstbesucher ihre Kerze entzünden. Nach Mitternacht findet ein großes Feuerwerk statt. Die Griechen beenden die Fastenzeit mit einem opulenten Abendessen. Das traditionelle Mahl besteht unter anderem aus Magiritsa, einer Suppe aus Lamminnereien. Am Ostersonntag wird Lammspieß und Kokoretsi aufgetischt. Dieses traditionelle Essen besteht aus eingelegten Lamminnereien, die auf heißen Kohlen gegrillt werden.

